Erstmals in einer Urkunde von 1287 erwähnt, ist Deblinghausen mit einiger Wahrscheinlichkeit wesentlich älter. Die Endung –hausen lässt in Anlehnung an andere Ortschaften den Siedlungsbeginn in der Zeit 700 – 900 n. Chr. vermuten.

Die Lebensumstände waren hart und entbehrungsreich, die zahlreichen Kriege belasteten durch Einquartierung, Plünderung, Brandstiftung und Zwangs-rekrutierung bis hin zu den Zeiten Napoleons I. das dörfliche Leben. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts verbesserten sich die Lebensverhältnisse. Seit 1831 gab es die erste eigene Schule – in einer Gastwirtschaft.

Mit der Entdeckung reichhaltiger Erdgasvorkommen im Jahr 1957 begann eine neue Ära. Bereits vier Jahre zuvor war in der Nachbargemeinde Erdöl gefunden worden. Die Förderung der Energieträger brachte den beiden Kommunen einen gewissen Wohlstand, deren äußere Zeichen ein umfangreiches, befestigtes Wege- und Straßennetz sowie hier neue Sportanlagen einschließlich Turnhalle und Freibad wurden.

Durch eine Kommunalreform wurde Deblinghausen 1968 Teil der neu gebildeten Samtgemeinde Steyerberg und ist seit 01.03.1974 Ortsteil der Einheitsgemeinde Flecken Steyerberg.

 

(Quelle: Deblinghausen  -  Ein Dorf im Wandel der Zeit von Friedrich Bomhoff)